facebook-button-30

Hinweis
  • Verwendung von Cookies

    Diese Website verwendet Cookies zur Regelung der Authentifizierung von Besuchern, Navigation und weiterer Funktionen. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren ohne die Cookies abzustellen, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.

Das Haus der Krokodile (2012)

Das Haus der Krokodile | Constantin FilmDeutschland 2012
Regie: Cyrill Boss und Philipp Stennert
Buch: Eckhard Vollmar, Cyrill Boss und Philipp Stennert nach dem Roman von Helmut Ballot
Verleih: Constantin Film
Spielfilm, Kriminalfilm, 85 Minuten
FSK ab 6, empfohlen ab 8 Jahre
ab 22. März 2012 im Kino

Stell dir vor, du bist ganz alleine zu Hause. Du freust dich darauf, die Wohnung in der alten Villa zu erkunden, in die du erst vor kurzem mit deiner Familie eingezogen bist. Die Villa hat deinem Onkel gehört, und einige Zimmer sind noch vollgestellt und -gestapelt mit Erinnerungsstücken aus der Zeit, da er als Großwildjäger in Afrika viele Abenteuer erlebt hat. Beim Stöbern in einem dämmrigen Zimmer mit Bildern, uralten afrikanischen Masken und ausgestopften Tieren entdeckst du ein kleines, ausgestopftes Krokodil mit leeren Augenhöhlen. Und als du aufschaust, siehst du in einem Wandspiegel ganz im Hintergrund eine dunkle Gestalt durch die Wohnung huschen. Du siehst sie nur für Sekunden, dann ist sie verschwunden. Aber du weißt genau, außer dir ist niemand in der Wohnung und außerdem hast du ganz sicher abgeschlossen. Einbrecher? Oder ein Geist? Was würdest du tun?

Viktor, dem das alles passiert, gerät in Panik. Auf der Suche nach dem perfekten Versteck findet er das verborgene Notizbuch seiner Cousine Cäcilie, die vor vielen Jahren bei einem mysteriösen Sturz im Treppenhaus der Villa ums Leben kam. Fasziniert blättert Viktor durch die Aufzeichnungen und folgt in den nächsten Tagen Cäcilies rätselhaften Hinweisen durch das Haus. Was will sie ihm bloß mitteilen? Viktor ist sich allmählich sicher, dass es dieses Notizbuch ist, auf das es der Einbrecher abgesehen hatte. Außerdem verhalten sich die anderen Hausbewohner, Frau Debisch, die alte Haushälterin seines Onkels und ihr seltsamer Sohn Friedrich sehr merkwürdig.  Unheimlich ist auch der zwielichtige Nachbar Herr Strichninsky. Hat einer von ihnen etwas mit Cäcilies Tod zu tun? Viktor spürt, dass er einem großen Geheimnis auf der Spur ist.

Der fesselnde Roman von Helmut Ballot wurde 1976 bereits als Fernseh-Serie verfilmt und entwickelte sich zum Straßenfeger. Auch die Kinoverfilmung kann sich in Sachen Spannung und Suspense mit Klassikern des Detektivfilms messen. Gänsehaut ist garantiert, denn den Regisseuren Cyrill Boss und Philipp Stennert gelingt es hervorragend, mit subtilen Mitteln die unheimliche Stimmung, einen leichten Grusel, den ganzen Film über aufrecht zu erhalten. Anders als in anderen Kinderkrimis ist Viktor nicht Teil einer schwatzhaften Detektivgruppe, sondern ganz auf sich allein gestellt. Und anders als in anderen Kinderkrimis agieren die Erwachsenen nicht als Knallchargen, dominieren nicht poppige Musik und schnelle Schnitte. Die wendungsreiche Geschichte wird ruhig erzählt und entwickelt doch große Spannung. Fast ein Thriller, der Zuschauer ab 8 Jahre auf jeden Fall in seinen Bann ziehen wird.

Autorin: Sabine Genz