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In Kooperation mit dem Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. fordert  die Initiative um Maskottchen Otti Filmotter eine Allianz für mehr Vielfalt – kurz: 5 Independent-Kinderfilme pro Jahr! Hier die Pressemitteilung...

Warum mehr Vielfalt?

Filmotter ButtonFilm bildet. Filme sind ein Kulturgut – nur nicht für unsere Kinder! Im Kinderfilmbereich droht Einfalt die Vielfalt zu verdrängen. Warum? Weil es in Deutschland schwieriger und langwieriger ist, einen Kinderfilm zu produzieren, der keine eingeführte Marke bedient, als Kinder zur Welt zu bringen und groß zu ziehen.

Experimentierfreude? Lust an neuen, ungewöhnlichen Erzählweisen? Intelligente Unterhaltung? Originalität? Nicht im deutschen Kinderfilm! Denn Kinderfilme gelten als teuer und wenig lukrativ. In einem der reichsten Länder der Welt wird der Kinderfilm zunehmend als reines Wirtschaftsgut betrachtet. Was für Erwachsene als selbstverständlich gilt, neben Blockbuster- Geschichten auch Independent- Produktionen anzubieten,  findet in der deutschen Kinderfilmlandschaft nicht statt.

Geschichten, die sich mit der gesellschaftlichen Gegenwart auseinandersetzen und dabei bestehende Problematiken aufgreifen, werden in deutschen Kinderfilmen kaum noch erzählt. Etablierte Marken wie das Sandmännchen, Willi aus der Fernsehsendung „Willi will´s wissen“ oder Fritz Fuchs aus „Löwenzahn“ werden zu Kinohelden, um durch ihre Fernseh-Popularität ein breites Publikum ins Kino zu locken. Bestseller werden (neu) verfilmt, weil auch das vermeintlich sichere Einnahmen verspricht.

2010 lockte der deutsche Kinderfilm mit bekannten Marken wie „Hanni und Nanni“, „Vorstadtkrokodile 2“, „Teufelskicker“, „Freche Mädchen 2“ wieder ein Millionenpublikum in die Kinos. Der Animationsfilm „Die Konferenz der Tiere“ landete dabei auf dem zweiten Platz der 100 erfolgreichsten deutschen Filme.

Independent-Kinderfilme jedoch, die eigenständig und unabhängig von einer bekannten Romanvorlage auf Original- Drehbüchern basieren und sich mit der Lebenswelt und den Problemen der Kinder auf komische, spannende oder nachdenkliche Weise auseinandersetzen, gab es 2010 (ebenso wie 2009) keinen einzigen.

Wo bleiben Filme wie  „Alemanya“ oder „Vincent will Meer“ für Kinder? Wo bleiben Filme, die unterhaltsam sind und gleichzeitig über unsere kulturelle Gegenwart leicht erzählen; die schwierige Themen anpacken; die Kinder fordern? Denn relevante Themen und Inhalte schätzen Kinder durchaus, wenn die Mischung aus Spaß, Spannung, Ernst und Komik stimmt.

Sollte sich die einseitig, auf maximalen Erfolg orientierte Kinderfilmproduktion in Deutschland fortsetzen, stirbt der Independent-Kinderfilm und damit ein Kulturgut aus.

Unsere Kinder sind die Zuschauer von morgen. Wenn sie nicht die Möglichkeit haben, Independent- Kinderfilme zu schauen, werden sie sich vermutlich auch schwer als Erwachsene für Filme abseits des Mainstreams, interessieren. Damit verlieren wir das Publikum von morgen für deutsche Filme wie „Drei“, „Die Fremde“, „Sommer vorm Balkon“, weil Filme sehen auch „Filmsprache lernen“ bedeuten kann.

Filme sollten so vielfältig sein wie das Leben selbst! Egal, ob sie für Kinder oder Erwachsene gedreht sind.

Prominente Stimmen für den Filmotter

„… ich möchte leisere Filme… ich möchte Filme, die mich herausfordern und die noch näher an der Realität von echten Kindern sind! Und deshalb wünsche ich mir, nein, deshalb verlange ich: 5 – mindestens!- 5 Independent Filme für Kinder pro Jahr!“  (Christoph Maria Herbst, Schauspieler)

„... Kinder haben viele verschiedene Facetten und deswegen brauchen sie viele verschiedene Filme.“ (Anke Engelke, Schauspielerin, Moderatorin, Mutter)

„Denn wenn man immer nur dasselbe zu sich nimmt, dann wird man fett. Nicht nur um die Hüfte, sondern auch im Gehirn. Und wer will schon fettgehirnige Kinder haben?“ (Ralph Caspars, TV- Moderator „Wissen mach Ah!“, Vater)

„Pommes ist ja ganz gut, aber doch nicht jeden Tag. Irgendwann muss es auch mal eine Pastinake sein. 5 Independent - Kinderfilme im Jahr, das  ist doch nicht viel. Bitte!“ (Charlotte Roche, Moderatorin, Schriftstellerin, Mutter)

...sowie weitere Statements von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Regisseur Dani Levy sowie Tochter Hannah, Comedian Olaf Schubert u.a. auf www.filmotter.org

Die Initiative Filmotter

Die Initiative FILMOTTER engagiert sich dafür, dass Kinder das gleiche Recht auf Vielfalt in der Filmlandschaft bekommen wie es die Erwachsenen für sich in Anspruch nehmen. Der Filmotter wurde von Alumni der Akademie für Kindermedien mit Unterstützung des Fördervereins Deutscher Kinderfilm e.V. zum Leben erweckt - mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und mit einer Online-Kampagne Stimmen für mehr Vielfalt im Kinderfilmbereich zu sammeln, um die Politiker und die Filmbranche dazu aufzufordern, neben etablierten Marken-Filmen auch wieder Independent-Kinderfilme zu produzieren.

Über 3000 Menschen haben inzwischen für 5 Independent- Kinderfilme pro Jahr ihre Stimme abgegeben, darunter Andreas Dresen, Christoph Waltz, Caroline Link, Senta Berger, Rolf Losansky u.v.m.

Was sind Independent-Kinderfilme?

Independent-Kinderfilme  beruhen auf Originalstoffen, also solchen Stoffen, die Drehbuchautoren oder Regisseure ohne Literaturvorlage erarbeiten oder auf weniger bekannten Kinderbüchern, die großartige, verfilmbare Geschichten für Kinder erzählen.

Independent-Kinderfilme können ganz unterschiedlich sein: Musicals, Fantasy, Komödien, Abenteuerfilme, Thriller für Kinder… Sie docken an der Lebenswelt des jungen Publikums an und decken eine große Bandbreite an Themen ab, die Kinder bewegen. Independent-Kinderfilme können Sehgewohnheiten bedienen oder ästhetisch Neues und Ungewöhnliches wagen, wie es in den Skandinavischen Ländern mit großem Erfolg realisiert wird. Der "kulturelle Kinderfilm" wurde dort zu einer echten Marke; er unterhält und vermittelt den Kindern einen anderen Blick auf ihre Welt.

Mit Independent-Kinderfilmen sind so unterschiedliche Filme gemeint wie: „Blöde Mütze“, „Max Minsky und ich“, „Ein Pferd für Winky“, „Der Schatz des weißen Falken“, „Der Sohn von Rambow“, „Paulas Geheimnis“, „Alien Teacher“, „Mondscheinkinder“, „Übergeschnappt - Bonnies verrückte Welt“ oder auch „Billy Elliot“.

Nicht zuletzt Filme wie z.B. „Toni Goldwascher“, der mit kleinstem Budget produziert, im Kino 100.000 Zuschauer erreichte und auf Filmfestivals rund um den Globus gezeigt wurde, oder der Deutsche Filmpreis-Gewinner „Die Blindgänger“ haben bewiesen, dass Kinder auf der ganzen Welt Filme abseits vom Mainstream zu schätzen wissen. Wenn sie nur die Chance bekommen, sie zu sehen. Es geht darum, die Sinne der Kinder durch Vielfalt zu kitzeln, damit sie als Erwachsene die Geschmacksnerven für eine vielgestaltige Filmkultur ausgebildet haben.

5 Independent-Kinderfilme- wie kann das gehen?

Um diese Vision in die Tat umzusetzen, braucht es eine engagierte Allianz von Sendern, Förderern, Produzenten und Verleihern, die gemeinsam etwas Tolles für Kinder schaffen wollen: 5 Independent-Kinderfilme im Jahr.

Kooperationspartner?

Der Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1978 mit seinen ca. 150 Mitgliedern aktiv für eine starke, kontinuierliche und breit gefächerte Kinderfilmkultur in Deutschland ein. Die Professionalisierung und Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden im Rahmen der Akademie für Kindermedien bildet hierbei einen wesentlichen Baustein seines Engagements. 

Kontakt?

Filmotter-Initiative
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Anja Flade, Telefon 030-420 81113
Otti Filmotter auf facebook...

Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V.
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Viola Gabrielli, Telefon 0361-644 124 86